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1914 – Mitten in Europa
Der 1. Weltkrieg in Dinslaken und Umgebung

Stadtarchiv Dinslaken
im Stadthistorischen Zentrum

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Mein Opa Paul, der Malermeister, und der Erste Weltkrieg


Mein Opa Paul
 ausschnitt soldatNiemand lebt mehr, der im Weltkrieg gekämpft hat. Nur zwei Generationen liegen für mich dazwischenliegen. Der Soldat auf dem Bild wird später mein Opa. Er spielte mit mir in den 60-er Jahren als ich klein war, bei ihm stand das erste Fernsehen in der Familie und er fuhr einen Mercedes, den ihm ein insolventer Kunde überlassen hat. Auf seinen Knien verfolgte ich gebannt die erste Landung auf dem Mond - allerdings erst einen Tag später, in der Nacht der Landung durfte ich nicht aufbleiben. Überhaupt liebte er die Technik: Er baute nach in den 1920-ziger Jahren das erste Radio selbst zusammen: Stunden und Wochen wurde daran gearbeitet, gelötet, verleimt und zusammengesteckt. Es entstand ein Gerät größer als eine Mikrowelle. Davor saß andächtig die Familie während der Herr des Hauses mit dem Ohr dicht am Gerät auf der Kurz- oder Mittelwelle einen Sender suchte. Das Konzert oder der knarrenden Sprecher waren das neue Samstagabend Vergnügen.

Statt von Radiovergnügungen soll die Rede vom schicken jungen Paul sein. 1896 wurde er als  Zwilling und als sechstes Kind der Eltern Maria Emilie Hüls und Joseph Hermann Stork in Bövinghausen (heute Castrop) geboren.  Insgesamt gab es acht überlebende Kinder in der Familie Stork, sechs Jungen, zwei Mädchen, der Älteste Jahrgang 1886, der Jüngste Jahrgang 1903. Alle Kinder haben sowohl den Ersten als auch den Zweiten Weltkrieg überlebt. Vater Joseph war Bergmann und Spediteur, die Mutter Hausfrau.
Es gibt ein Kinderbild von Paul. Angestrengt schaut er in die Kamera, vielleicht war ihm der ungewohnte Kragen zu eng und sein Anzug überhaupt unangenehm.

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friedhof  in belgien

Kriegsgräberstätten in Belgien

Danksagung

Gedankt sei an dieser Stelle Hermann Klein, Voerde, der die Ratsprotokolle von 1914 bis 1918 transkribiert hat, sodass nun jeder sie zeilengetreu lesen kann. Die Scans der Ratsprotokolle erledigte Alexander Peitz. Sandra Herzog, Walsum, hat während eines Praktikums im Stadtarchiv das Findbuch zu den Dinslakener Quellen zum 1. Weltkrieg zusammengestellt. Mehrere Familien aus Walsum, Dinslaken und Voerde, von denen zwei ungenannt bleiben möchten, stellten freundlicherweise ihre privaten Fotoalben vorwiegend mit Ansichtskarten aus dem 1. Weltkrieg zur Verfügung. Diese Bilder und die rückseitigen Texte zeigen eindringlich die Veränderungen, die im Verlauf des Krieges mit den Menschen, den Soldaten an der Front geschahen. Diese Ansichtskarten wurden erstmalig 2012 von Nicole Frömmel und Schülern der Jeanette-Wolff-Realschule Dinslaken in Verbindung mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Rahmen eines Projekts zu den Auswirkungen von Krieg bearbeitet. Die Ansichtskarten wurden gescannt von Janine Wolfsdorff, die außerdem das Dinslakener Projekt organisatorisch betreut hat. Die Rückseitentexte übersetzten Janine Wolfsdorff und Werner Grotz.
Als weitere Quelle kann hier erstmalig zwei Protokollbücher von Dinslakener Schulen aus den Jahren 1914 bis 1918 digitalisiert und transkribiert online gestellt werden. Das Scannen erledigte Janine Wolfsdorff, die zeilen- und buchstabengetreue Übertragung fertigen Renate Seidel und Dr. Heiner Herrmann.
An dieser Stelle sei allen Aktiven sehr herzlich gedankt, denn ohne Ihre Hilfe hätten die Quellen nicht in diesem Umgfang der Forschung zur Verfügung gestellt werden können.

Gisela Marzin
Stadtarchivarin

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